Der 50er Hattrick – Nico Brocher

Der Trois Iles von CarpasenS ist als äußerst anspruchsvoller Paylake bekannt und berühmt – nicht erst seit Monster Carp oder der vielen Thinking Tackle-Sessions, die Korda dort abdrehte. Unser Teamangler Nico Brocher buchte dort eine Sommerwoche und befischte Platz 16. Seine Session plante er so, dass sie genau auf 100 Prozent Vollmond endete, Big Fish-Bedingungen! Doch in den Kescher sprangen Nico die Fische nicht…
Sebastian Louis landet eher notgedrungen an einem kleinen Weiher, an dem er bereits seine ersten Schritte als Karpfenangler ging. Dort erwartet ihn eine schwere Überraschung.
Florian Hobe zieht es ans Wasser, trotz der Beschränkungen und mit der Familie. Er will seinen ersten echten Vatertag als frisch gebackener Papa am See verbringen - und das wird sowas von krass belohnt!
Anfang November stand eine ganze Woche Urlaub in meinem Kalender. Durch die aktuelle Situation blieb mir aber fast nichts anderes über, als diesen in meiner Heimat zu verbringen. Naja, aus der Not eine Tugend machen heißt es ja immer, also setzte ich eines meiner Hausgewässer in den Fokus. Eine gute Entscheidung!
Als ich vor einiger Zeit das Buch „Wassermann / Karpfenzeit 2“ las, stellte ich bei Christopher Paschmanns Ausführungen über Köder/Attraktoren und deren Wirkung auf Karpfen fest, dass sich seine Ausführung mit meiner Vorstellung vom „zu Ende gedachten“ Boilie deckten. Daher war es keine Überraschung, dass ich mich bei Bekanntgabe des Köders erstmals nach zig Jahren wieder auf einen neuen Köder einlassen sollte. 5kg Rambazamba boosted landeten nach einem kurzen Gespräch mit Mark schnell in meinem Keller und die Erwartung an die anstehende Herbstsession stieg.
Was war das denn bitte für eine Nacht vom 21. auf den 22. Oktober... Alles begann zunächst auf meinem Handy, binnen weniger Stunden kamen unzählige Fangmeldungen von Freunden und Bekannten bei mir rein. Nicht irgendwelche Fänge, nein, eine Lawine an Ausnahmefischen von über 20 und sogar über 25 Kilo wurde freudig gemeldet!
Wenn es darum geht, meine Sessions nach den Bedingungen wie Wind, Mondphase, Luftdruck und Angeldruck zu planen, dann bin ich regelrecht pedantisch. Ich beobachte diese Umstände immer genau und plane wenn möglich mein Angeln voll danach. Das kann dazu führen, dass ich die Bedingungen für mies halte, gar nicht losgehe und so etwas verpassen. Aber auch zu solchen Situationen, wie ich sie hier beschreiben möchte:
Grundsätzlich wollte ich diese Nacht nicht am Wasser verbringen – die Bedingungen waren insgesamt nicht gut, auch das Wetter, die Temperaturen und die Mondphase der vergangenen Tage ließen weder auf Fangrausch, noch auf die Chance, größere Einzelfische zu erwischen, schließen... dachte ich zumindest, bis ich mir die Vorhersage für den Luftdruck in dieser Nacht genauer anschaute!
...Es zeigte sich ein Schimmer vom goldenen Schuppenkleid, „ das ist ein großer Fisch" sagte Ingo.

Ich realisierte die Sache noch nicht richtig, was denn da am Haken hing.
„ Ein Schiff!", sagte Ingo erschrocken. Ich drehte mich um und sah den Kahn.
Der Fisch war noch nicht im Netz, die Anspannung schoß ins unermessliche. Bekam ich den Schuppi ins Netz bevor der Sog des Schiffes den Fisch erfasst?...