Big Hit November – Andi Stocker

Anfang November stand eine ganze Woche Urlaub in meinem Kalender. Durch die aktuelle Situation blieb mir aber fast nichts anderes über, als diesen in meiner Heimat zu verbringen. Naja, aus der Not eine Tugend machen heißt es ja immer, also setzte ich eines meiner Hausgewässer in den Fokus. Eine gute Entscheidung!

Ort des Geschehens

Ein 12ha großer Baggersee, den ich zuletzt im Frühjahr beangelte, sollte mein Zuhause für unbestimmte Zeit werden. Ich kam Montagabends im Halbmondlicht am Gewässer an. Die Luft stand und es war sehr mild für Anfang November. Da ich das Gewässer sehr gut kenne, hatte ich eine Vermutung, wo sich die Fische aufhalten könnten, also parkte ich meinen Bus direkt am Seeufer und hörte, ob ich mit meiner Vermutung richtig lag. Augenblicke später…PLATSCH! Einer dreht sich ungefähr 60m vom Ufer raus. Aus vorangegangenen Sessions wusste ich, dass genau dort eine sehr große freie Sandfläche umrandet von Krautfeldern liegt. Kurze Zeit später fand ich mich in meiner kleinen Schlauche wieder, einen H-Marker auf den Spot legend. Kurzer Hand lag dann auch schon die erste Rute. Eine kleine Menge in Liquid gesoakter Base in 20 und 24mm sollten reichen, da ich erst einmal schauen wollte, ob der Spot überhaupt Fisch bringt. Die zweite Rute legte ich, mit der gleichen Futterstrategie, an die Uferkante. Mittlerweile war es auch schon wieder 1 Uhr und Müdigkeit machte sich breit, also legte ich mich in den Bus und driftete schnell ins Land der Träume. 

Miese Bedingungen

Die Nacht verlief ruhig. Ich wachte am Morgen auf ohne einen einzigen Pieper. Ungewöhnlich, da der See nicht gerade ein Low Stock Gewässer ist. Naja, ohne Kaffee kann ich eh nicht denken, also setzte ich die Kanne auf den Kocher und checkte mal die Wetter App. Als dann 1037hPa auf der Luftdruckanzeige stand, fiel mir erstmal der Kinnladen herunter. Dazu absolute Windstille und kein einziger springender Fisch zur Primetime, na das kann ja was werden, waren meine Gedanken. Nach kurzer Zeit kam jedoch ein Westwind auf der genau auf meine Uferseite drückte und das lieben die Fische an diesem Gewässer. So dauerte es nicht lange und die Rute auf der Sandfläche lief mit ansatzlosem Dauerton los. Beim Aufnehmen der Rute spürte ich schon, dass es keiner der ganz Kleinen des Sees sein konnte und nach wirklich sehr starkem Drill fand ich einen gut genährten Spiegler in meinem Kescher. 

Jetzt kommt Rambazamba

Hier waren jetzt keine Riesen zu erwarten, jedoch hat der See in den letzten Jahren eine tolle Entwicklung hingelegt, wie sich noch zeigen sollte. Eine kleine Anekdote: 

Die Durchschnittsgröße vor ca. 4 Jahren lag bei 6-8 Kilo… Mir ging es hier auch nicht um große Fische, sondern einfach darum, mal wieder ne Krümmung in die Rute zu kriegen. Dafür war ich mit diesem Fisch auch schon sehr zufrieden. Nach einem schnellen Self-Take lag die Rute wieder auf dem Platz. Auch die zweite Rute kam auf den Spot der den Fisch gebracht hatte. Ich entschied mich dazu, nun diesem Platz ein wenig Futter zu geben.

Das war der Startschuss für RAMBAZAMBA… Ich muss diese Geschichte jetzt ein wenig abkürzen, da das absolut den Rahmen sprengen würde. Denn ich konnte in den nächsten 48 Stunden 26 Fische fangen und das bei mehr als widrigen Bedingungen! Eine absolute krasse Session, selbst für dieses gut besetzte Gewässer. Im nächsten Absatz könnt ihr jetzt aber noch etwas über mein Vorgehen lesen.

Taktik

Meine Taktik sah im Grunde so aus, dass ich mit dem Boot an meinen Marker gefahren bin, gefüttert habe und meine Ruten vom Ufer geworfen habe. Dadurch wollte ich die Unruhe auf dem Platz so gering wie möglich halten. Anfangs angelte ich noch mit 120 Gramm Bleien, diese habe ich im Laufe der Session aber gegen 80 Gramm getauscht. Die kleineren Gewichte haben den Vorteil, dass sie nicht so laut und auffällig beim Werfen sind. Das war mir sehr wichtig, weil ich durch meine Futteraktion sehr schnell sehr viele Fische auf dem Platz hatte. Das zeigte sich durch die springenden Fische neben meinem Marker, Gründelblasen und einige Schnurschwimmer. Schlussfolgernd wollte ich z.B. eben beim Werfen nach einem gefangen Fisch die restlichen Kartpfen auf dem Platz nicht allzu stark vergrämen. 

Futter bei die Fische

Gefüttert habe ich immer in Perioden. Einmal vormittags und einmal abends. Hier habe ich immer zwischen 2-4 Kilo Rambazamba Boosted und Base gemischt in 15, 20 und 24mm verteilt. Wobei ich am Vormittag den Anteil an kleineren Ködern hochgeschraubt und abends den Teil an größeren Ködern erhöht habe. Mein Hakenköder bestand aus einem 24mm Boosted mit einem 20mm Boosted Wafter oben drauf. Die großen Hakenköder montierte ich aus Selektionsgründen. Außerdem haben die Fische in diesem See sehr große Mäuler, da ihre natürliche Nahrung unter anderem aus Krebsen besteht. Letztlich ging die Taktik absolut auf und ich hatte die beste Session an diesem Gewässer jemals, besonders das Durchschnittsgewicht hatte mich mit fast 10 Kilo sehr überrascht. Der See hat eine große Zukunft vor sich und ich bin gespannt, was der Rambazamba hier noch alles regeln wird.

Andi Stocker 

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