Wie auch im letzten Jahr niste ich mich über den Winter an meinem Baggersee ein. Wenn mein Kanal sich von seiner divenhaftesten Seite zeigt, und beinahe fischleer erscheint, so macht es für mich Sinn, den Fokus auf diesen See zu setzen. Die über 22Ha Wasserfläche erscheint mir dann wieder extrem groß. Die durchschnittliche Tiefe von 6 Metern, viele abgestorbene Krautfelder nach einem heißen Sommer, die lange und manchmal doch steile Uferkante und zu guter Letzt das Totholz, eines Biberbaus kommt mir gerade recht.
Das Jahr 2021 und die dazugehörige Kanalsaison vergehen wie im Flug. Durch die einschneidenden Corona-Maßnahmen – wie die Ausgangssperre in diesem Frühjahr – fehlten uns einige Nächte im doch sehr ergiebigen Frühjahr. Wenn ich die bisherige Saison am heimischen Kanal Revue passieren lasse, bin ich eher unzufrieden mit den Ergebnissen. Im direkten Umfeld gibt es ähnliche Stimmen. Klar gibt es hin und wieder einen Ausreißer, was aber fehlt sind die Tiere des Altbestandes. Das A Team unseres Kanals. Es triggert mich unheimlich und macht mich ein wenig nervös, wenn die Saison in Richtung Höhepunkt schreitet und quasi das bevorstehende Ende in greifbare Nähe rückt. Ein Wettlauf mit der Zeit. Jede Woche zählt und so beinahe auch jeder Tag... Nach den ersten Nachtfrösten ist am Kanal alles vorbei. Klingt ein wenig übertrieben, aber die Erfahrung zeigt das bei allen Locals.

Stahl und Beton bei Nacht - Sommer 2021?!

Hey Leute, mittlerweile haben wir August und es hat sich viel getan. Auf jeden Fall genug, um unsere Angelei am heimischen Kanal Revue passieren zu lassen. Es begann so in etwa kurz vor der Laichzeit, die so fast Hand in Hand mit dem späten Schleusenstopp einherging. Kurz vor der Laichzeit bedeutet in diesem Fall genau zwei Tage bevor sich plötzlich der komplette Bestand zum Laichen abgeschottet hatte.
Die Rinne ist eine Diva, keine Frage. Wenn dann noch ungünstige Umstände und eine Ausgangssperre dazukommen, dann wird es anstrengend. Doch Christian und Sascha stecken den Kopf nicht in den Sand!
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Endlich ist der März da. Ich mag den März weil er eigentlich immer das sichere Ende des Winters einläutet und dazu des Öfteren ein paar wärmere Tage mit sich bringt. Ich freu mich generell auf die Übergangszeit! Ich mag diesen Wechsel der Jahreszeiten. Gerade der Frühling hat für mich so etwas erfrischendes und euphorisches an sich. An jedem Tag kann man die Natur beobachten wie sie sich weiter den lästigen, kalten und grauen Winter abschüttelt und ihre Farben in voller Pracht präsentieren möchte. Die Tage werden länger, die Sonne wird wärmer, alles sprießt und die Vegetation verfärbt sich hin zu einem saftigen Grün.
Die Meldung die mir die Wetter App anzeigt nerven mich tierisch, um ehrlich zu sein! Von den Nachrichten ganz zu schweigen. Zur jetzigen Zeit kennt das denke ich jeder von euch. Eigentlich nervt ja nicht das Wetter an sich, sondern eher der hartnäckige Nachtfrost, der die mittlerweile gut 2-3cm dicke Eisschicht auf dem Baggersee täglich stärker werden lässt. Mit den Tagestemperaturen von 2 Grad minus bis 2 Grad plus würde ich schon klarkommen, das regelt guter Tee, starker Kaffee und meine Seven Oaks. Wir haben mittlerweile Mitte Januar. Die Ausgangssperre zwischen 21 Uhr und 5 Uhr steht nach wie vor. Der Bewegungsradius von 15 km wurde durch ein Abflachen des Inzidenzwertes auf unter 200 wieder aufgehoben. Was bleibt ist der Winter…
Es ist düster, es ist kalt - ich bin wach. Die Augen gehen langsam auf und der Blick geht nach oben. Das Wasser hängt in dicken Tropfen an der Decke meines Brollys. Eigentlich hätte ich von einem der dicken und eisigen Tropfen die die Zeltwände herunterfließen geweckt werden müssen. Ein ungemütlicher Anblick ist das! Nur gut, dass ich mir während dieser eisigen und frostigen Nacht den Schlafsack samt Überdecke komplett über den Kopf gezogen hatte. Dazu noch die Mütze über die Augen und den Schlauchschal über die Nase. Man hätte mich entführen können, ich hätte nichts gehört oder gesehen – es ist Winter…
Und so ging alles seinen Gang. Endlich Freitag, Feierabend, raus aus der Arbeit. Schnell heim, kurzes Training, frisch machen, bevor es ans Wasser geht und noch etwas zum Essen einpacken. Treffpunkt: an den Glasfassaden der Industrie, um 18 Uhr. Ein bewachter Firmenparkplatz zum Karpfenangeln wartete ab dann nur auf uns…
Wir ( Chris und Sascha ) stiegen ins turbulente Jahr 2020 mit unserer funktionierenden Instant/Location/mobilen Angelei ein. Alles sollte sich aus dem für uns sehr erfolgreichen vorherigen Jahr wiederholen bzw. steigern. Diesmal war ein Puzzleteil ein anderes. Der Rambazamba begleitete uns...