Jagd auf Rudi #2 - Sascha Straube

Die Meldung die mir die Wetter App anzeigt nerven mich tierisch, um ehrlich zu sein! Von den Nachrichten ganz zu schweigen. Zur jetzigen Zeit kennt das denke ich jeder von euch. Eigentlich nervt ja nicht das Wetter an sich, sondern eher der hartnäckige Nachtfrost, der die mittlerweile gut 2-3cm dicke Eisschicht auf dem Baggersee täglich stärker werden lässt. Mit den Tagestemperaturen von 2 Grad minus bis 2 Grad plus würde ich schon klarkommen, das regelt guter Tee, starker Kaffee und meine Seven Oaks. Wir haben mittlerweile Mitte Januar. Die Ausgangssperre zwischen 21 Uhr und 5 Uhr steht nach wie vor. Der Bewegungsradius von 15 km wurde durch ein Abflachen des Inzidenzwertes auf unter 200 wieder aufgehoben. Was bleibt ist der Winter…

Alles dicht...

Ich wollte ja genauso ein Wetter für meine Winterkampagne, aber eben keine dick vereiste Oberfläche die mir die Möglichkeit auf ein Treffen mit Rudi, meinem Zielfisch, streitig macht. Die Runden die ich letztes Wochenende um den Baggersee gedreht hatte brachten mir nichts als kalte Füße. Ganz zu schweigen von der vergeblichen Fahrt raus zum Baggersee, um dann doch wieder eine Eisfläche vor mir liegen zu sehen. Ich könnte mir bessere Dinge in meiner Freizeit einfallen lassen. 

Tiefer Winter, noch tiefer

Ich springe in der Zeit voraus – es ist tiefster Winter, noch tiefer. Der Schnee liegt knapp 10 cm hoch und die Tagestemperaturen gehen kaum über -5 Grad. „Es ist halt einfach Winter“, sage ich mir mehrmals täglich. Akzeptiere was du nicht ändern kannst, lautet in so einer Situation die Devise. Man sollte in diesen Situationen loslassen können, von dem, was man so gerne hätte, und – wie in diesem Fall – einfach nicht ändern kann. Ich weiß das aus eigener Erfahrung, privat wie im Hobby, wenn sich der Abstand zu einem anvisierten Ziel vergrößert kommt dieser klare Blick zum Zuge, der mich dann wieder frei atmen lässt. Und genau dieser Abstand hilft dabei, mein eigenes System und die Herangehensweise einfach nochmal frisch zu sortieren. Zeit habe ich ja. Es ist tiefster Winter. Sagte ich das schon?

Don’t cry to quit - cry to keep going!

So und nicht anders läuft das jetzt. Ich springe wieder mit der Zeit und es sind gute zwei Wochen vergangen. Dadurch das die Tagestemperaturen teilweise an den 10 Grad plus kratzen, erhoffe ich mir, dass doch die dicke Eisschicht ein wenig gewichen sein müsste. Die Planung für eine Tagessession am kommenden Wochenende steht. Ich muss raus, und wenn ich nur in einem kleinen Eisloch mein Glück versuche. Nur mit den Rambazambas im Wasser habe ich eine reelle Chance auf ein Wiedersehen mit Rudi oder einem anderen Bewohner des Gewässers. 

Ein bisschen ist offen!

Diese 40-50% sind ein Anfang! Denn in diesem Ausmaß ca. ist der See eisfrei. Leider auf der eher „monotonen“ Gewässerseite. Keine Insel, kein Holz, kein Biberbau. Dafür hat ein Kollege in dem Areal am Vortag beim Spinnfischen einige Fische rollen sehen. Verrückt bei einer Oberflächentemperatur von deutlich unter 3 Grad. Heute sehe ich keine Fische rollen. Irgendwie kein Wunder, wenn dieser fiese und kalte Nordostwind über den See pfeift. Mitten in der leicht schlammigen Wüste präsentiere ich so meine Rambazamba Poppies an Spinner und Chod Rigs. Mit meinem Futter bin ich im Winter generell lieber etwas geizig. Wenn einmal zu viel am Spot liegt bekommt man das Futter nicht mehr raus und die Fische nehmen, aus meiner Sicht, vielleicht genau den falschen Happen auf. Also setze ich auf einen Mix aus Groundbait, gecrushten Rambazamba Boosted, Dosenmais und eine Handvoll Maden. Das ganze abgemischt mit Kondensmilch, Goo und viel Rambazamba Liquid. Das Futter bringe ich mit der Spomb genau geklippt über meine Köder. Bei einer Wassertiefe von gut 6 Metern gibt das eine sehr intensive und attraktive, lang anhaltende Wolke in der Wassersäule. Das kann und soll auch die müden Winterkarpfen wieder kurz aufwecken. Bei dieser Session sollten sich einige halbstarke und sogar der ein oder andere gute Fisch ablaufen. Das ist bei diesen winterlichen Bedingungen ein echter Erfolg. Selbst so besteht die Chance auf einen richtig Dicken und ich freue mich, dass ich bei diesen Bedingungen Aktion bekomme.

Wieder aus...vorerst

Am folgenden Montag bricht erneut die Kälte ein. Der Winter ist da. Schnee mit über 20 cm, dazu Temperaturen in der Nacht von minus 15 Grad. Alle Hoffnungen auf einen erneuten Trip ein paar Tage später werden so auf Eis gelegt. Die Winterkampagne nimmt wieder eine Auszeit. Dazu „prügelt“ wieder der Coronahammer. Eine erneute Ausgangssperre macht sogar das Nachtangeln – und so die Hoffnung auf ein bisschen mehr Zeit am Wasser – zunichte. Es gleicht mir langsam wie ein Kampf. Winterfischen ist das eine, das andere ist Winterfischen gepaart mit diesem Corona. Ständiges Abgleichen der Wetter Apps, danach direkt der Check wie hoch der Inzidenzwert gerade steht und was überhaupt noch erlaubt ist…

Zumindest die Wetterlage scheint sich jetzt aktuell, (Ende Februar) allmählich zu entspannen und es springt die ein oder andere Daysession für mich heraus. Das gröbste was dieser Winter zu bieten hatte ist, wenn man positiv denkt, bereits geschafft und es kann jetzt nur noch mit großen Schritten in Richtung Frühling gehen. Was bleibt ist die Ausgangssperre, die höchstwahrscheinlich ab März aufgehoben wird und die blanke Eisfläche auf dem Baggersee wird jeden Tag zunehmend von der immer wärmer werdenden Sonne bearbeite

Bald geht es für uns wieder weiter!

Bleibt gesund und tight lines,

Sascha Straube

 

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